Zöllner Stoppen! DEMO 12.05. 16 Uhr Pariser Platz

Das berlinweite Aktionsbündnis Hochschulgesetznovelle ruft für Donnerstag, den 12. Mai um 16h zur Demonstration auf dem Pariser Platz auf.

„Rette sich wer kann oder besser: Retten wir die Hochschulen“. Am 12. Mai soll die Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes beschlossen werden.
In den letzten Monaten hat sich das Aktionsbündnis Hochschulnovelle gegen eine massive Verschlechterung durch das Gesetz eingesetzt. Nach monatenlangen Diskussionen haben die Verantwortlichen wenig eingelenkt. Regelungen, die zu einer tatsächlichen Veränderung des bestehenden und beschissenen Status Quo führen könnten, bleiben aus! Dazu würden gehören mehr Demokratisierung, mehr Freiheit und Abbau von Restriktionen und genau das findet sich in dem zu beschließenden Gesetz nicht. Die rot-rote Regierung spricht von einem studierendenfreundlichen Gesetz – das kann es aber nicht sein, wenn sich elementare Forderungen der Bildungsproteste nicht darin niederschlagen.
Kommt zur Demo, zeigen wir Zöllner und Co was wir von ihrem Gesetz halten und sorgen wir dafür, dass es nicht noch schlimmer wird!
Mehr Infos: Hier geht s zur Seite des Bündnisses

Erstiheft – jetzt auch zum downloaden!

Hier und unter dem Tab „Materialien“ gibt es das aktuelle Erstiheft auch zum download: Erstiheft 2010

Mi 10.11.: *** Semesterauftaktparty der Fachschaftsinitiativen! ***

Wie jedes Jahr, gibt es auch in diesem eine Semesterauftaktparty der Fachschaftsinitiativen an der FU. Die Party steigt im Festsaal Kreuzberg, direkt neben der U-Bahnstation Kottbusser Tor (U1/U8, Bus 140), Skalitzer Straße 130. Los geht’s in diesem Jahr schon um 21 Uhr mit grandioser Musik, lecker Essen und Cocktails. Wir freuen uns auf eine großartige Party!

Erstifahrt!

Liebe Philolog_innen, liebe Erstsemester,

willkommen (zurück) im Semester an der FU.
Die Orientierungstage sind vorbei, die Erstsemesterfahrt kommt bald!

Zulassungschaos an der FU

Bei Bewerbungen zum höheren Fachsemester zum WiSe 2010/11 an der FU Berlin
gab es ein großes Bewerbungschaos, in dessen Verlauf bereits erteilte
Zulassungsbescheide wieder zurückgenommen wurden. Wenn ihr betroffen seid
oder Betroffene kennt, meldet Euch bitte bei der Hochschulberatung des
AStA FU (mail to: hochschule@astafu.de). Diese prüft derzeit die Umstände
und die Rechtmäßigkeit dieses Verfahrens. Sie kann Betroffenen
Ratschläge im Umgang mit Rücknahmebescheiden geben.

Kontakt:

Hochschulberatung AStA FU

Otto-von-Simson-Str. 23
14195 Berlin-Dahlem
Tel. +49 (30)839091-12
Fax +49 (39)8314536
www.astafu.de

Sprechstunde: dienstags 10 – 15 Uhr
donnerstags 11 – 16 Uhr

„Das ist doch kein Wetter!“ – Das Sommerfest des AStA FU

Am 15. 07. ab 15 Uhr findet das Sommerfest des AStA FU statt, diesmal in Kooperation mit dem ReferentInnenRat der HU und der Historischen Kommission des StuPa HU. Flexibel wie FU-Studierende heutzutage sein sollen, weichen wir deshalb auch auf den ungewohnten HU-Campus in Mitte aus – und freuen uns mit euch über die kürzere Anfahrt…

Neben dem großen Arbeiter_innenlieder-Contest der Historischen Kommission erwarten euch verschiedenen DJ_anes (Elektro/ Indy/ Punk/ Ska/ Sommermucke), Kicker und Tischtennisplatte, Kuchen, Zines sowie jede Menge Infos. Außerdem gibts natürlich genug Raum, um einfach nur mit einem Cocktail in der Hand die Sonne zu genießen.

Also kommt vorbei!

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Im und vor dem Seminargebäude am Hegelplatz
(Dorotheenstr. 24)
U 6 Friedrichstraße

Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.
Eintritt frei.

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http://astafu.blogsport.de/

Studierende zu Waren? Zulassungsstopp für die Lehramtskombinationen Deutsch, Geschichte und Sozialkunde

Ab dem Wintersemester 2010/2011 herrscht an allen Berliner Hochschulen für mindestens zwei Jahre Zulassungsstopp für die Lehramts-Fächerkombinationen Deutsche Philologie und Geschichte, Deutsche Philologie und Sozialkunde (Politikwissenschaft als Nebenfach) und Geschichte und Sozialkunde.

Der Grund liegt in den neuen Berliner Hochschulverträgen für die Jahre 2010 bis 2013, die die einzelnen Hochschulen mit dem Staat eingehen. Die berliner Hochschulen vereinbaren also Hochschulverträge mit dem Land Berlin, die über einen mehrjährigen Zeitraum die Rahmenbedingungen für die Hochschulentwicklung festlegen und in der Öffentlichkeit v.a. von ihren Machern meist als positive Instrumente der „Planungssicherheit“ und „größeren Autonomie für die Hochschulen“ gelobt werden. Doch aus vielen Publikationen wie zum Beispiel der „Hochschule im historischen Prozess, Band 13″ wissen wir, dass die Hochschulverträge durchaus kritisch zu betrachten sind, erscheinen sie doch auch als staatliches Steuerungsinstrument, dass den Hochschulen durch Vorschriften v.a. Autonomie raubt, wenn ihnen hier durch das sog. „leistungsbasierte Hochschulfinanzierungssystem“ die Ökonomisierung, das Konkurrenzverhältnis zwischen den Hochschulen sowie deren Ausrichtung auf den Markt aufgedrückt werden.

Neben der Finanzausstattung der Uni werden z.B. auch Fragen der Ausbildungskapazität und der Lehre in den Verträgen vereinbart. Deren Abschluss gehen Verhandlungen voraus, die seitens des Landes von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, also momentan durch Jürgen Zöllner, geführt werden. Auch in der eigenen Pressemitteilung schwärmt die Senatsverwaltung von den vielen Vorteilen der neuen Hochschulverträge: „Die Verträge enthalten neben dem Ausbau der Kapazitäten und den Regelungen zur Hochschulfinanzierung weitere Vereinbarungen, die sich für den Hochschulstandort positiv auswirken: Hierzu gehören etwa die Weiterentwicklung der mit dem Bologna-Prozess verbundenen Reformen, das Qualitätsmanagement und die Stärkung der Lehrerbildung.“ (Zur Pressemitteilung)

Aha, was hat denn aber nun ein Zulassungstopp mit einer „Stärkung der Lehrerbildung“ zu tun?

Also blättern wir etwas in den Hochschulverträgen mit der FU Berlin und sind erstaunt. Schon in den Hochschulverträgen 2006-2009 verankerte sich eine „Bestellmentalität“ des Berliner Wissenschaftssenators hinsichtlich der „Bestellbarkeit“ bzw. „Lieferbarkeit“ von vorgegebenen Absolvent_innenquoten für Lehramtsstudierende. Der § 5 a (2) der „Organisation der Lehrerbildung und Ausbildungskapazität“ schreibt eine „Zahl von 850 Absolventen pro Jahr“ vor.
Auch ist schon hier von einer irgendeiner abstrakten „zentralen Steuerungsgruppe auf Landesebene“ zur „Qualitätssicherung“, „Professionalisierung“ und „Vernetzung der Lehrerbildung“ die Rede. (Zu den Berliner Hochschulverträgen)

In den anschließenden Verträgen für 2010 bis 2013 wird diese Klausel nicht nur fortgesetzt, sondern noch um weitere Steuerungsmechanismen um einige Paragraphen ergänzt. Zunächst erhöht sich die „Bestellung“ des Senators: „Die lehrerausbildenden Universitäten stellen durch ihre Kapazitätsplanung sicher, dass ab 2014 mindestens 1.000 Lehramtsabsolventinnen und -absolventen pro Jahr für den Vorbereitungsdienst zur Verfügung stehen können.“ Soweit, sogut… allerdings… so ein bisschen stört uns die Formulierung „zur Verfügung stehen“ schon. Woran liegt das nur? Wir lesen weiter…

Auch § 5 ist neu und heißt: „Bedarfsgerechte Ausbildung“. Hier finden wir nun auch die Festschreibung des Einstellungsstopps: „…verpflichten sich die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin zu einer bedarfsgerechteren Ausbildung von Lehramtsabsolventinnen und -absolventen. Dies geschieht dadurch, dass die wechselseitigen Kombinationsmöglichkeiten in den Fächern Geschichte, Sozialkunde und Deutsch ab 2010 zunächst für zwei Zulassungsperioden ausgesetzt werden.“ Bedarfsgerecht meint hier also den Bedarf des Staates an Lehrkräften, der im übrigen auf keinen Fall gleichzusetzen ist mit einem „objektiven Bedarf“ von Lehrer_innen an den Schulen, die schließlich immer von veranschlagter Klassengröße, Betreuungsverhältnis, Ausrichtung und Organisation abhängt, um die man bzw. Erziehungswissenschaftler_innen sich schließlich streiten.
Dass das Land Berlin durch Einstellungsstopps etc. seine angehenden Lehrer_innen nach ihrem Studium immer wieder traktiert, scheint ihm jetzt nicht mehr zu reichen. Noch im Studium ist der Lehramtsstudierende schon „Rekrut“ des Landes und hat dessen Willen folge zu leisten. Es kann sich Studierende also nicht nur „bestellen“, sondern auch „abbestellen“.

Weiterhin wird noch im selben Paragraphen extra festgeschrieben, dass die „Beratung zukünftiger Lehramtskandidatinnen und -kandidaten“ geführt werden soll „mit dem Ziel, in Zukunft Angebot und Nachfrage zu größerer Übereinstimmung zu führen“– zukünftig soll also an der FU nicht zum Wohle des individuellen Studierenden, sondern für irgendein diffuses „Gemeinwohl“ des Staates beraten werden.
Diese Praxis scheint an manchen Fachbereichen bereits verbreitet zu sein. Nach unseren Erfahrungen werden viele Studierende, die sich zu einem Fachrichtungswechsel oder eben zur Immatrikulation in einem entsprechend reglementierten Fach beraten lassen wollen, ohne echte Informationen abgespeist mit dem Hinweis: „Studieren sie doch lieber eine Naturwissenschaft…“ oder ähnlichem. Denn eigentlich sind sie mit ihrem Studienwunsch hier nicht „erwünscht“.

Es handelt sich dabei anscheinend leider nicht lediglich um einen hilfreichen Hinweis oder die Aufklärung der zukünftigen Lehramtsstudierenden über mögliche Zukunftsperspektiven, sondern um den bewussten Versuch der Steuerung. Das heißt, es wird nicht nur darauf hingewiesen, dass manche Lehramtskombinationen bessere Berufseinstiegschancen bieten als andere und anschließend ernsthaft weiter über den eigentlichen Studienwunsch des zu Beratenden geredet,sondern die Information über das Studienfach wird zugunsten der Überzeugung zum Studium eines anderen Faches ausgelassen. Eine frühzeitige Beratung und Aufklärung an Schulen über Studienangebote und anschließende Berufschancen, die dem zukünftigen Studierenden eine selbstbestimmte und dennoch wirtschaftlich durchdachte Entscheidung ermöglichen würden, wird in Betracht gezogen, sondern die Entscheidungsmöglichkeiten durch den Zulassungsstopp einfach gekappt und markt- statt studierendenfreundliche Beratungen festgeschrieben- fast so als gäbe es gar kein sogenanntes „Recht auf freie Bildung“, dass unseres Erachtens nach die freie Studienwahl mit einschließt.

Was die Ökonomisierung der Unis für die Lehre bzw. für die Studierenden bedeutet, ist schon durch Bologna klargeworden und wurde heftig kritisiert. Dennoch macht der Berliner Senat keinen Halt davor, mit Lehramtsstudierenden, von denen jede_r einzelne eigene individuell zu begründende Bedürfnisse und Studienwünsche hat, wie mit einer Ware zu verfahren, die man bestellen, abbestellen und über die man verfügen kann. Wenn der Staat sich als zentrale Instanz der Allokation (Verteilung) von Ressourcen wie Bildung und Arbeit erklärt, dann ist das eine staatlich verordnete „Planungssicherheit“, die durchaus gefährliche Implikationen birgt: „Während Hochschulautonomie also einst die Forderung, der Staat möge die Hochschulen zwar aushalten ud ihren Betrieb gewährleisten, sich aus ihrer inneren Organisation jedoch heraushalten und diese einer demokratischen Selbstbestimmung der in ihr agierenden Statusgruppen überlassen, bezeichnete, bedeutet diese heute vor allem die Aufgabe staatlicher zugunsten marktförmiger Steuerung, welche zudem auch Marktversagen im Sinne eines Scheiterns am Markt und also ein Ende des staatlich garantierten Globalschutzes wissenschaftlicher Institutionen im Sinne einer sicher gewährleisteten (Unter-)Finanzierung impliziert.“ (Hochschule im Prozess, Band 13, S.101)

Diesen klammheimlichen Eingriff des Berliner Senats ins Hochschulsystem wollen wir hiermit scharf kritisieren und fordern für alle Studierenden die freie Studienwahl und den freien Hochschulzugang- mindestens jedoch die Aufhebung des Zulassungsstopps.

Institutstag und -fest am 01.07.

Am Donnerstag, den 01.07., findet der erste Inistutstag der Deutschen Philologie statt. Seminare und Veranstaltungen sind für diesen Tag ausgesetzt, sodass alle die Möglichkeit haben, sich umzusehen. Tagsüber, ab 10.30 Uhr, geht es los mit Workshops verschiedenster Art und einer Podiumsdiskussion „Von der allgemeinen Bachelorreform zur konkreten Umsetzung an unserem Institut“. Schließlich soll in diesem Rahmen ab 18 Uhr auch noch die Absolvent_innenfeier stattfinden, um dann ab ca. 20 Uhr direkt ins Institutsfest überzugehen. Die Ger-o-matis sorgen wieder für Essen und Getränke und erwarten euch im Hof neben JK 31/122.
Die Fachschaftsini beteiligt sich mit zwei Workshops am diesjährigen Programm und lädt euch herzlich ein zu Überlegungen zur „Kritischen Germanistik“ ab 10.30 Uhr in JK 31/122 und zur „Hochschulpolitik“ ab 14 Uhr in JK 28/112. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch.

Hier gibts das ganze Programm mit allen Workshops zum Download: Programm

PROGRAMM INSTITUTSTAG und -FEST

10.00 – 10.30 Begrüßung – Hörsaal 2
Programmübersicht

10.30 – 12.00 WORKSHOPS I

12.00 – 12.30 Kaffeepause

12.30 – 13.30 PODIUMSDISKUSSION

13.30 – 14.00 Pause

14.30 – 16.00 WORKSHOPS II

16.00 – 18.00 Pause

18.00 – 20.00 Absolvent_innenfeier

20.00 – open end INSTITUTSFEST

Studentisches Café am FB Wiwiss eröffnet

Wir freuen uns auf dem Blog der Fachschaftsini Wiwiss (Wirtschaftswissenschaften) über ihr neues studentisches Café gestoplert zu sein:

Wir haben in dieser Woche am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft in den Räumen der fsi wiwiss und der Kritischen Wirtschaftswissenschaftler_innen ein studentisches Café eröffnet:
Der seit langem gehegte Wunsch vieler Studierender unseres Fachbereichs, neben der sterilen Cafeteria und dem restlichen ebenfalls sterilen FB-Gebäude einen studentischen, selbstorganisierten Freiraum zu schaffen, ließ sich nun endlich realisieren.

Dennoch ist unser Büro / Café weiterhin in Gefahr, einem Drittmittelprojekt weichen zu müssen. In der Vergangenheit fanden bereits diverse (angekündigte) Begehungen unserer Räumlichkeiten statt. Die Gespräche mit dem FB sowie mit dem Professor, welcher das Drittmittelprojekt eingeworben hat, verliefen bis jetzt ergebnislos. Uns wurde allerdings vom Prodekan ein weiteres Gespräch diesbezüglich zugesichert, ehe eine endgültige Entscheidung getroffen würde. Weiterhin haben wir bereits einen Termin in der Sprechstunde des neuen Präsidenten der FU Prof. Dr. Peter-Andre Alt vereinbart, um an dieser Stelle die Problematik sowie das generelle Problem des Raummangels an unserem FB anzusprechen. Wir hoffen nach wie vor auf eine einvernehmliche Lösung mit dem FB.

‚Wissenschaft und Kritik‘ am Do, den 17.06.: ‚Deutsche‘ Literatur? – Ein Vortrag mit Romana Weiershausen

Nächste Woche Donnerstag, den 17.06., ist es so weit. Um 18 Uhr wird die Veranstaltung der FSI Deutsche Philologie im Raum L116 (Silberlaube, Seminarzentrum) stattfinden, die die Vortragsreihe der Fachschaftskoordination „Wissenschaft und Kritik“ in diesem Semester fortführt. Dr. Romana Weiershausen, die seit diesem Semester an der FU lehrt, spricht über die „‚Deutsche‘ Literatur? Interkulturalität als Herausforderung für die Germanistik“.

„Ich bin so deutsch wie Kafka“ – mit diesem Statement wendet sich die Autorin Terézia Mora, die aus Ungarn stammt und in Deutschland schreibt, vehement gegen eine Etikettierung ihrer Texte als ,Migrationsliteratur‘. Sie drückt damit ein grundsätzliches Unbehagen an den Zuschreibungen aus, die den deutschen Literaturbetrieb bestimmen und die implizit immer noch von einer ,eigentlichen‘ deutschen Nationalliteratur auszugehen scheinen. Für das Fach der „Neueren deutschen Literaturwissenschaft“ bedeutet die im deutschsprachigen Raum entstehende mehrkulturelle Literatur eine besondere Herausforderung, indem sich beispielsweise bereits die Frage nach dem Gegenstand des Fachs als problematisch erweist. Gleichzeitig eröffnet sich die Chance einer kritischen Reflexion, die bei den Traditionen des Fachs beginnt und sich auf gesellschaftliche Prozesse ausweiten lässt. Die Literatur von Autorinnen und Autoren, die aus einer von verschiedenen Kulturräumen geprägten Sichtweise – in einem „Zwischenraum“ (Bhabha) – schreiben, bietet einen ästhetischen Experimentierraum, in dem Mechanismen identitärer Verortung hinterfragt und überschritten werden: Hier ist die Germanistik in doppelter Weise – fachwissenschaftlich und in ihrer Relevanz für die Gesellschaft – auf die Probe gestellt.